Dienstag, 1. September 2009Apfel in Apfel 2.0Zwei Jahre ist es her - das fand ich ihn: den Apfel in Apfel. Jetzt kommt der Nachfolger - mein Apfel in Apfel 2.0. Zweinull heißt in dem Fall - zu zweit; kleiner und großer Bruder:
Mittwoch, 24. Dezember 2008Mittwoch, 12. November 2008
Auf 85! Happy Geburtstag, Loriot, Du ... Geschrieben von Cujau
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06:07
Kommentare (0) Trackback (1) Auf 85! Happy Geburtstag, Loriot, Du Pirol!Dienstag, 17. Juni 2008Freitag, 13. Juni 2008Germany's next Top-Band
Hier sucht Thilo einen Gitarristen, einen Bassisten, einen Keyboarder/Pianisten/Drummer und eine Sängerin zwecks Gründung einer Hard-Rock- und Heavy-Metal-Band. Anfragen an mich.
Sonntag, 18. Mai 2008
Hollywood für den Hausgebrauch Geschrieben von Cujau
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Kommentare (0) Trackbacks (0) Hollywood für den Hausgebrauch
Hier und hier bringt uns jemand Hollywood ins Haus. Schön normale Stadt.
![]() Hier geht's nach Hollywood. Web-Shot: cujau.de Freitag, 25. April 2008Fritze Hitler wird 25!
Konrad Kujau lacht wahrscheinlich immer noch. Jedenfalls scheint seine Dauerfröhlichkeit über den Tod hinaus tauglich für das zu sein, was hier in diesem Land als die größte Medien-Ente des 20. Jahrhunderts etabliert wurde. Denn heute vor genau 25 Jahren, am 25. April 1983, erscheint das Magazin "stern" mit dieser Titelgeschichte:
"Hitlers Tagebücher entdeckt" Einen Autoren diese Kalibers hatten sie beim "stern" vorher nicht und nachher erst recht nicht. Man würde die Geschichte wahrscheinlich nur übertreffen, wenn sie die Tagebücher von Osama bin Laden finden würden. Die müsste es dann aber bitte wirklich geben. Anderenfalls wäre es nur eine billige Fälschung der Konradkujauschen Idee. Als alles schon wenige Tage, ja beinahe nur Stunden nach der Veröffentlichung der vermeintlichen Hitler-Episteln erste Zweifel laut wurden und am 6. Mai 1983 die Fälschung offiziell aufflog, mussten nicht große Teile der deutschen Geschichte neu geschrieben werden, sondern nur die Meinung über eines der angesehnsten Blätter Deutschlands. Der "stern" war mit seiner vermeintlichen Enthüllung zur Mediensatire verkommen, die reichlich ausgewaidet wurde. Niemand beim "stern", weder Reporter Heidemann noch Verleger Nannen wurden stutzig beim anblick ihrer eigenen Titelseite, auf welcher großflächig ein Buchdeckel eines der Tagebücher abgebildet war. Als Initialen standen dort "FH". Das altdeutsch geschriebene "F" sah dem "A", wenn überhaupt, nur flüchtig ähnlich. Schwamm drüber; beim "stern" sah man damals nur noch, was man sehen wollte. Einen Scuop der Extraklasse. Hitler ist besser als jeder akademische Zweifel über ihn. Wie wir alle wissen, hieß er bekanntlich nicht Fritze Hitler. Aber Fritze Hitler wird heute 25. Na herzlichen Glückwunsch an Konrad Kujau und herzliches Beileid dem "stern". ![]() Der große Charlie Chaplin als Hitler 1940 Aber gut; Kujau brachten seine 62 Bände über 9,4 Millionen Mark ein und die Erkenntnis, dass Frechheit siegt. Von seinen vier Jahren und sechs Monaten Haft, zu denen er verurteilt wurde, musste er drei Jahre absitzen. Sein Hitler-Werk wanderte in die Aservatenkammer beim "stern", wo es heute noch schmort. Kujau führte die Kontrollmechnismen der deutschen Journaille vor; für graphologische Gutachten wurden andere Kuja-Fälschungen herangezogen. Also musste die Originalschrift damit übereinstimmen. Erst ein unabhängiges Gutachten des Bundeskriminalamtes belegte den Schmuh: Die Papiersorte war zu neu; vor Kriegsende hatte es solches Papier nicht gegeben. Ergo: Hitler im "stern" ist eine Fälschung und nicht Hitler. Er hieß ja auch nicht Fritze. Spätestens hier lacht Charlie Chaplin ("Der große Diktator") mit Kujau mit. Und wie: "Schtonk!" ![]() So war's wirklich: Schtonk! 1992 Außer für Häme und bitterböser Satire, die Helmut Dietl 1992 in dem Kinostreifen "Schtonk!" umsetzt, eignet sich die Posse nur noch für müdes Mitleid; etwa für den damaligen "stern"-Reporter Gerd Heidemann, der in seiner Drei-Zimmerwohnung in Hamburg-Altona noch immer an das gute Ende seiner Story glaubt. Die Story ist ja auch gut - für einen Film. Besser kann man den Stoff kaum verarbeiten, was ja auch die US-Filmakademie mit einer Oscar-Nominierung honorierte. Wenig Trost für den "stern" dürfte es sein, dass einen Tag vor dem Tagebuch-Fake das ZDF mit der US-Steinreichen-Serie "Denver Clan" loslegte; damals im Abendprogramm des 24. April 1983 mit der ersten Folge gleich nach dem "heute-journal" - am Vorabend der "stern"-Enthüllung. Was das alles miteinander zu tun hat? Ganz einfach: viel Gebrüll um wenig Realtität. Samstag, 12. April 2008Skurile Parallelwelt
Kann man einfach etwas behaupten? Man kann, die Webseite www.behaupte.es macht's möglich. Einfach eine These aufstellen und die Gemeinde stimmt ab, ob sie zustimmt oder die These ablehnt.
Direkter und repräsentativer geht keine Reaktion auf eine Behauptung, wie auch immer sie lautet. So asymetrisch wie die Internet-Gemeinscahft in Echtzeit vorhanden ist, so asymetrisch fällt ihr Urteil aus. Selbst so skrurile Fragen wie die folgende werden dann in einer Umfrage gewogen: ![]() Eine Behauptung und ihr Urteil Webshot: cujau.de Das mag abwegig klingen; entschieden wird es im Ergebnis der Umfrage. Was sich bisher nur in langwierigen Kommentaren im Web-2.0 abzeichnete - das Stimmungsbild - wird jetzt sofort sichtbar. Man muss nur abstimmen. Ist das vielleicht ein Hinweis darauf, dass das Web 2.0 ausgereizt ist, und nun die neue Qualität erreicht ist? Sicher noch nicht vollends. Wir sind damit aber einen Schritt in eine neue Richtung. "behaupte.es" ist soetwas wie das Text-Youtube - den Inhalt bestimmt der Leser, der Nutzer, nicht der Anbieter. Sicher gab es auch schon vorher Abstimmungen im Internet mit sofortiger Klarsicht, wer vornelegt, allerdings nicht mit Fragen oder wie hier Thesen, die die Nutzer aufwerfen. Mittlerweile wird schon diskutiert, was hier passiert. Wie bei Thilo Baum, der sich seine Gedanken über eine Verschiebung der Wirklichkeit mit solchen Seiten macht. Gibt es sie, die Realität, überhaupt noch? Vielleicht nicht so wie wir sie ursprünglich kennen gelernt haben. Nicht in dieser greifbaren Masse, sondern vermehrt in einer ungreifbaren Vorstellung. Wo das hinführt? Vielleicht zu solchen Thesen wie jenen, die da jetzt als diese Webseite auftauchen. "behaupte.es " entwirft eine durchaus spannende wie unterhaltende, in jedem Fall auch skurile Parallelwelt. Was wäre, wenn wir tatsächlich so eine Abstimmungesgesellschaft würden und es ständig um Entscheidungen dieser Sorte ginge? Simon Stich aus Hagen hat jedenfalls mal eine lustige Idee in eine Webseite umgesetzt und dabei sogar noch geistreich agiert. Nicht behaupte-es.de aufgesetzt. sondern einfach die spanische Netz-Endung "es" verwendet. Das sollte ja glatt noch mehr Seiten entstehen lassen. Nachtrag: Eine ähnliche Seite bietet Hendrik Mans aus München an. Er nennt sie Dilemma5000; warum soll er entscheiden, wenn genug andere da sind. Richtig: Arbeit delegieren statt selbst werkeln. Immerhin: Denkarbeit hat er geleistet. Dennoch: Schicker finde ich die erste Variante, weil man da so eine hübsche Torte nach der Abstimmung präsentiert bekommt, eine Hitliste der Zustimmungen und Ablehnungen sieht und die Webseite den eindeutig treffenderen Namen hat. ![]() Was für ein Dilemma. Webshot: cujau.de Sonntag, 6. April 2008Neuer Mitbewohner
Hier unser neuer Mitbewohner: Flying Dragon - fliegender Drache. Er ist kein Chinese - er ist ein Orangenbaum, der bald Früchte tragen soll und es bis -25 Grad Celsius draußen aushält - allerdings nur ausgepflanzt im Garten. Dank der Klima-Erwärmung wird er wohl bei flauschigeren Temperaturen leben dürfen.
![]() Fliegender Drache Foto: cujau.de Sonntag, 30. März 2008Jessen - ein Veriss
Was treibt diese Menschen vor die Kamera? Ehrgeiz? Eitelkeit? Maßlosigkeit? Schmerzfreiheit? Wie etwa den Zeit-Feuilleton-Chef Jens Jessen. Er scheint alle diese Aspekte zu besitzen und zu bedienen. Seit Ende November posiert der 53-Jährige mit einem Video-Kommentar-Blog im Internet bei Zeit-Online.
Zunächst wird deutlich: Was hat der vor der Kamera zu suchen. Seine ganze Erscheinung, Habitus und unvorbereitetes Gerede wirken so primitiv, wie die Sendungen des Offenen Kanals. Es sollte doch zu einem aufgeklärten Geist, wie er Jessen ist, gehören, dass man seine eigene Unscheinbarkeit erkennt. Er scheint diese Erkenntnis nicht zu haben, sondern dampfplaudert intellektuell die Kameralinse zu. So wie in seinem jüngsten visuellen Pampflet; dreht sich in seinem quietschenden Schreibtischstuhl hin und her, stottert die Gedanken herunter wie ein schlechter Pennäler-Prüfling. Jessen - Feuilletonredakteur der FAZ 1988-96, Feuilletonchef der Berliner Zeitung 1996-1999, und ist seit dem Jahr 2000 Feuilletonchef der ZEIT - versagt vor der Kamera, nur sagt es ihm niemand. Bei "Germany's next Top-Kommentator"-Wettstreit hätte er sich schon einiges anhören müssen, bevor die Jury ihn rausgeschmissen hätte - als einen der ersten. Hat ihn Giovanni di Lorenzo gesehen? Er müsste zum besten Dieter-Bohlen-Immitator werden, um Jessen zur Räisson und damit zur Aufgbae zu bringen. Besonders unappettitlich geriet ein Jessen-Kommentar im Januar, als er nach den Attacken auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn die Schläger rhetorisch in SChutz nahm und die alleinige Schuld dem beinahe totgeprügelten Rentner gab. Atmosphäre der Inteleranz nannte er seinen Fünf-Minuten-Vortrag. Hernach produzierte das einen Aufschrei gegen Jessen im seinem Mailfach. Dieses persönliche Desaster und die Maßregelung, die er verdient hatte, hat den Zeit-Menschen nicht davon abgehalten weiterzumachen. Seine Antwort auf diese Empörungen muss als weitere unangebrachte Bevormundung durchgehen. Jessen liest nicht genau und hört nicht zu. "Erschrocken" sei er. Man muss erschrecken vor so viel Dummheit eines vermeintlich hellen Geistes dieser Republik. Kann man das Feuilleton der Zeit unter diesem Redakteur noch als das nehmen, was es vorzugeben beabsichtigt? Ernst und leicht zugleich? Wohl kaum. ![]() Jessen in seinem Zeit-Büro Video-Screenshot: cujau.de Warum produziert sich so einer in dieser Pose vor der Kamera. Sein Absturz vom Januar hält ihn nicht von weiteren Ergüssen ab, wie dem jüngsten, betitelt mit "Flache Religionskritik". Warum ist das so? Einfache Antwort: Weil in diesem Elite-Laden der intellektuellen Eitelkeiten niemand den Schneid hat, es ihm auszureden. Jessen ist nicht gleichzubehandeln wie Video-Amateure, die alles aus ihm Leben ins Netz stellen und die Umelt damit berieseln. Jessen verdient Veriss, weil er selbst verreißt, schließlich verantwortet er einen Großteil der öffentlichen Meinungsbildung als ein Feuilleton-Chef der Wochenzeitung "Die Zeit". Prädestiniert es ihn deshalb dafür, alles zu machen und auszuprobieren, was die Welt medial hergibt? Wohl kaum. Jessens jämmerlicher Versuch, sich den neuen Medien anzubiedern, darf getrost unter die Rubrik Lächerlichkeit einsortiert. Rettet die Welt vor diesen sich selbst gegenüber unkritischen Kritik-Menschen. Es gibt einfach zu viele von ihnen. Und somit wird Jessen einer von vielen, austauschbar und überhaupt nicht eltitär. Jessens kritische Masse gerät aus den Fugen. Um es mit Jessen selbst zu sagen, der am Ende seines aktuellen Videos folgendes sagt: "Es ist schön, dass alles möglich ist, aber das Ausnutzen der Möglichkeiten unserer liberalen Gesellschaft führt nicht unbedingt zu intelligenten Ergebnissen." Wie wahr. |
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