Dienstag, 18. Mai 2010Kommentare (0) Trackbacks (0) Happy 60, Herr Gottschalk!
Es gratuliert Klaus Kinski:
Gottschalk, der blanke Wahnsinn, oder?! Na sowas mit 28! Donnerstag, 31. Dezember 2009Sonntag, 6. Dezember 2009Kommentare (0) Trackbacks (0) Ganz einfach - Graf LambsdorffZum Tod von FDP-Mann Otto Graf Lambsdorff gibts von mir folgende Episode ohne Gewähr:
Erich Honecker darf während seines Besuches 1987 in der Bundesrepublik eine Plenarsitzung des Bundestages besuchen. In einer Sitzungspause fragt er seinen Gastgeber Helmut Kohl: "Sagen Sie mal Herr Bundeskanzler, bei Ihnen hier ist eine Sitzung des Parlaments sehr unterhaltsam, geistreich und ziemlich lebhaft. Bei uns in der DDR-Volkskammer läuft das nie so ab. Da ist es immer sehr trocken und eintönig. Woran liegt das, lieber Herr Kohl?" "Nun, wir stellen unseren Abgeordneten immer eine Frage als Aufnahmeprüfung. Wenn der- oder diejenige sie richtig beantwortet, dann sind sie fähig, im Bundestag Abgeornete zu sein. Ich zeig Ihnen das mal. Passen Sie mal auf lieber Herr Honecker." Helmut Kohl ruft den gerade vorbeikommenden Otto Graf Lambsdorff zu sich. "Graf Lambsdorff, komm mal her." Graf Lambsdorf kommt her. "Graf Lambsdorf, ich stell dir jetzt eine Frage, und die beantwortest du sofort." "Gut." "Also Graf Lambsdorff, es ist das Kind deiner Eltern, aber nicht dein Bruder, wer ist das?" "Das bin ich." "Richtig." Erich Honecker ist außer sich vor Begeisterung: "Das ist ja toll." Zurück in Ostberlin muss Honecker wenige Tage später einer erneut langatmigen wie langweiligen Volkskammersitzung zuschauen und zuhören. In der Pause geht er zu Staatssicherheitschef Erich Mielke. "Du Erich", sagt Erich Honecker, "ich stelle dir jetzt eine Frage, und du beantwortest sie mir." "Ja, Genosse Honecker." "Gut. Also es ist das Kind deiner Eltern, aber nicht dein Bruder. Wer ist das?" "Genosse Honecker, das kriegen wir raus." "Nein, Erich, du gibts mir jetzt sofort die Antwort, wer das ist?" "Erich, gleich morgen früh hast du den Bericht als Erstes mit alllen Einzelheiten auf dem Tisch. Ganz sicher." "Nein, ich will es jetzt sofort wissen." "Jetzt sofort?" "Ja, jetzt sofort. Gleich. Kannst du mir jetzt sofort die Antwort geben?" "Ähm. Jetzt sofort geht das nicht. Das kriegen wir nicht hin. Also ich weiß es nicht, nicht jetzt sofort." Honecker zu Mielke daraufhin: "Also Erich, das ist ganz einfach. Es ist Graf Lambsdorff." Montag, 16. November 2009Kommentare (2) Trackbacks (0) Nachricht hat SchweinegrippeWoran starb Robert Enke? So viel ist sicher - nicht an der Schweinegrippe. Warum ist das eigentlich keine Nachricht? Denn dass das keine Nachricht ist, war in den vergangenen Tagen nicht mehr so sicher. Eher so unsicher, wie die Chance, diesen Winter schweinegrippefrei zu überleben.
Warum? Wir haben Schweinegrippe. Ja, richtig, wir alle. Wir wissen es offenbar auch. Und zwar ganz genau. So genau, dass wir gar nicht mehr nachfragen, woran jemand gestorben ist, wenn jemand gestorben ist. Denn der Schweinegrippe-Generalverdacht gilt bei jedem Todesfall in Deutschland, seit wir spätestens wissen, dass es Schweinegrippe in Deutschland gibt. Seit diesem Herbst sind wir also schlauer. Schweinegrippe-Schlau! Beispiel gefällig? Den beeindruckenden Beleg einer Schweinegrippe-Todes-Nachricht lieferte dieser Tage eine Meldung aus Thüringen, die, wohlgemerkt, es zu einer Nachricht brachte, weil irgendetwas im Leben des 55-jährigen, mittlerweile Verstorbenen nach Schweinegrippe klang. In diesem Fall die Impfung. Der Mann ging also zum Arzt, ließ sich mit dem Serum Pandemrix impfen und starb dann - plötzlich, unerwartet, einfach so. Und da man das nicht so zeitnah mit einem Schweinegrippe-Ereignis machen sollte und er es trotzdem tat, wurde der Mann flux zum "vermutlichen", "wahrscheinlichen", zumindest aber zu einem Extrem-Schnell-Schweinegrippen-Toten. In jedem Fall zu einer Schweinegrippe-Vermutungs-Nachricht. Vermutlich hat sich dabei niemand etwas gedacht. Das Probelm dabei: Jetzt denken wir alle so. Vielmehr: Wir vermuten nur noch. Wissen kommt dabei nicht mehr vor. Nichts an der Meldung deutete nun daraufhin, dass der Mann möglicherweise an einer anderen Krankheit starb, obgleich man das noch schweinegrippe-geschüttelt an die Nachricht, quasi als Alibi für alle weiteren Folgen, hinten dranhängte. Eine Obduktion der Leiche solle die Todesursache feststellen und auch klären, ob die Schweinegrippe nun damit zusammenhängt oder nicht. Nur: Da war die Nachricht schon draußen und der vermeintliche wie tatsächliche Aufreger auf dem Markt. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Nachrichtenredakteur Ihres Vertrauens, so Sie noch einen haben. Denn die sterben aus - Sie wissen ja, wir haben Schweinegrippe. So viel zu den Qualitäten von Nachrichten in diesen Schweinegrippe-Tagen. Eine Nachricht wird, was aufregend erscheint, nicht was tatsächlich, hintergründig und gründlich recherchiert ist. Es würde nicht nur Arbeit machen; es würde die Sensation killen, die hinter der Möglicherweise-Nachricht steckte. Fakt ist nur eines: An der Schweinegrippe-Front starb die Nachricht, ansonsten die üblichen Verdächtigen des Tages - Menschen aller Hautfarben und Krankheiten. Doch die schlimmste Nachricht des Tages lautet: Die Nachricht ist mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert und bereits daran erkrankt. Ob unheilbar, lässt sich, anders als bei der Schweinegrippe am Menschen, immer schwerer abschätzen. Wie aus der Wahrscheinlich-Nachricht eine Nicht-Nachricht wurde, darf nun verfolgt werden: Gute Besserung, lieber Focus Gesundheit! Quelle: focus.de Ah-so: Erst Herzinfarkt, dann Impfung, dann tot ... Quelle: bild.de Ja, was denn jetzt? Doch nicht tot? Oder nicht nach der Impfung, sondern davor? Ein Toter bei der Impfung? Impfung für einen Toten? Öööööööh Quelle: markenpost.de/Web-Fotos (3): cujau.de Dienstag, 4. November 2008NICHT WÄHLEN! NIEMALS!
Ich geh ja auch nicht wählen - zu dieser Präsidetenabstimmung in den USA. Nur: Eine wirkliche Wahl haben sie ja nicht. Also muss man das mit ein bisschen Humor befeuern. Disney hat auch gleich eine Alternative zum gebrechlichen McCain zu bieten: Dienstag, 21. Oktober 2008Irre wegen Anstalt!Ja irre, was?! Beim Tagesspiegel drehen sie durch wegen der ARD, dieser Anstalt. Oder habe ich da irgendwas missverstanden. Es könnte natürlich auch sein, dass jemand namens Irre zitiert wird, der geäußert hat: "Irre: ARD steigt bei Friedenspreis plötzlich aus". Das darf man durchaus annehmen, da dieses kleine verräterische Wörtchen "plötzlich" eine Wertung transportiert, welche in Überschriften von zumindest als seriös zu bezeichenenden Abonnementzeitungen wie dem Tagesspiegel auf dem Index des Redaktionskodesxes stehen dürfte. Verbrieft ist das allerdings nicht, das sei hier ausdrücklich betont.
Natürlich besteht auch der Verdacht, dass hier eine Boulevarddisierung des Tagesspiegels ausprobiert wurde. Das darf jedoch als gründlich misslungen gelten. Denn dieser Art einer gossigen Betroffenheitshauchelei bemächtigen sich nicht einmal gestandene Bilder-Blätter. Irre wäre Kinski, Irre wäre ein gigantischer Millionengewinn. Die ARD als irre zu bezeichnen, würde selbst den eingefleischtetsten Schlagzeilen-Profi anicht aus der Tastatur fallen. Nun war der Autor bestürzt über den Abbruch der Live-Übertragung aus der Frankfurter Paulskriche zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Anselm Kiefer. Da trägt einer sein Herz zum Leser, sollte wohl die Überschrift verdeutlichen. Vielmehr ist das Gegenteil passiert. Beim Tagesspiegel haben sie die eigenen Grundsätze eines langsam sichenden Qualittäs-Journalismus zu Grabe getragen. Irre! Oder? Einige Seiten weiter tragen sie dann zur totalen Verwirrung bei. Dort wird ein Sprecher der Deutschen Bahn zu den ICE-Verspätungen dieser Tage zitiert. Überschrift: "Bahn: Von tag zu Tag wird es besser". Mal abgesehen vom realitätsfreien PR-Euphemismus stellt sich dann auch hier die Frage: Heißt da einer Bahn, oder spricht die Bahn jetzt selbst, oder gibt es noch eine weitere Erklärung? Total irre! Montag, 13. Oktober 2008Köche 3Marcel Reich-Ranicki wirkt in den Tagen nach seiner Maßregelung wie ein Dopingmittel fürs Fernsehen. Die von ihm abqualifizierte 3sat-Sendung "Kulturzeit" hat sich das alles zu Herzen genommen und ein Forum eröffnet - "Was ist Qualitätsfernsehen?", fragt das TV-Feuilleton des Dreiländersenders. Bevor also MRR im ZDF darüber am Freitag plaudern darf, dürfen die Zuschauer mal ein paar Vorschläge hinterlassen. Eines lässt sich zumindest jetzt schon die Stimmung zusammenfassen: Es gibt zu wenig Reich-Ranicki im Fernsehen. Ich würde mal sagen, was es zu viel gibt: zu viele Anne Wills, zu viel Maybrit Illners, zu viele, die glauben, dass der Demokratisierung mit dem Proporz bei ARD und ZDF Genüge getan wurde; zu viele, die mit Halbwissen glauben, die Masse bekehren zu müssen. Hierin hinkt das Fernsehen dem Internet hoffnungslos hinterher. Was dort schlecht ist, wird einfach nicht mehr angeklickt und stirbt.
Warum wird zur laufenden Finanzkrise am Abend der Verkündung Angela Merkel erst nach den Heute-Nachrichten im ZDF und später in der ARD in den Tagesthemen befragt? Etwa, weil beide Sender um Zuschauer konkurrieren? Sender also, die beide ihr Geld aus derselben Quelle bekommen - nämlich vom Gebührenzahler? Worin besteht der tiefere Sinn dieser grenzenlosen Überheblichkeit und Arroganz gegenüber den Zuschauern? Darin liegt der Mangel an Qualität; in der Elfenbeinturm-Mentalität, die suggeriert, wir seien alle so blöd und fänden Atze Schröder schau. Köche. Nichts als Köche. Auch von denen gibt es zu viele im deutschen Mangelfernsehen. Montag, 13. Oktober 2008Köche 2
Hier nun der Nachtrag in bewegten Bildern vom äußerlich wie innerlich bewegten Marcel Reich-Ranicki bei seiner Wutatio gegen das deutsche Fernsehen während der Gala zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2008:
Wie hübsch doch manchem im Saalpublikum die Gesichtszüge in Zeitlupe entgleiten. Und dazu dieser wedelnde Zeigefinger des MRR. Famos! Sonntag, 12. Oktober 2008Köche" ... und zwischendurch immer wieder Köche, nichts als Köche. Es war schrecklich." (Marcel Reich-Ranicki im FAZ-Interview vom 12. Oktober 2008 über die ZDF-Gala-Sendung zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, bei welcher er den Ehrenpreis - den Preis für das Lebenswerk - erhalten sollte.) ![]() Köche, nichts als Köche: ZDF mit Reich-Ranicki und Gottschalk Webfoto: cujau.de Marcel Reich-Ranicki hat dem Fernsehen die Levitten gelesen. Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am Sonnabend-Abend in Köln wütete er von "Blödsinn", "erbärmlichen Niveau" und rief ins Publikum in gewohnter Frotzigkeit "Ich gehöre nicht in diese Reihe". Alles im deutschen Fernsehen. Er nennt den Fernsehpreis-Pokal, "diesen Gegenstand", welchen er den Leuten nur entgegenwerfen könne. "Ich finde es auch schlimm, dass ich das hier vier Stunden erleben musste."
Und die Kritiker des Kritikers sprachen von einem "Eklat", wie etwa "Spiegel Online". Sanfter redet man beim übertragenden Sender ZDF von "Beinah-Eklat" und "Fernsehgeschichte", welche mit dem Reich-Ranicki-Auftritt geschrieben worden sein würde. Dabei sorgen sie für den Eklat, indem sie den aussterbenden Weisen nicht verstanden und das das Fernsehen ihn langweilte. Jetzt reicht es schon, in diesem Land die Wahrheit zu sagen, um für einen Spiegel-Orchestrierten Eklat zu sorgen. Reich-Ranicki sollte den Ehrenpreis erhalten, lehnte ihn ab, ließ sich von Quotenbarde Thomas Gottschalk besänftigen und als Fernsehkritiker verpflichten; am Freitag um 22 Uhr 30 im ZDF will das Fernsehen mit Reich-Ranicki streiten. Die Frage ist nur, worüber. Ums Fernsehen? Um Reich-Ranicki. Beides uneinnehmbare Festungen. Reich-Ranickis Wut hat vielmehr eine Vorgeschichte. Es geschah am 6. September 2003. Rudi Völler - damals Fußball-Bundestrainer - sollte ein 0:0 im EM-Qualifikationsspiel auf Island erklären und rechtfertigen und musste sich aus dem Nachbarstudio Mäkeleien der Fernseh-Schulmeister Gerhard Delling und Günter Netzer anhören. Quälend lange zehn Minuten. Seinem ARD-Gegenüber Waldemar Hartmann plärrte Völler dann in vollendet impulsiv Wörter wie "Scheißdreck", "Käse", "Scheiß", "Schwachsinn", "Sauerei" und "Mist" entgegen, was da so die "Gurus" und "Ex-Gurus" von sich gaben. Völler wusste es vor Reich-Ranicki - alles Blödsinn, alles Köche. Verderber. Also musste Reich-Ranicki auch völlern, wissend, es könnte seine letzte Chance sein, dann doch noch mal mit seinem medialen Abgang am Sonntag klarstellen, er ist der Völler von 2008; er weiß, wie man das Fernsehen nehmen und sehen muss, wie es ist - auf seinem Niveau: Köche, nichts als Köche. Freitag, 10. Oktober 2008Kahn des TagesJetzt wissen wir es. In jedem von uns steckt ein Kahn; ein doppelter sogar. Denn wir alle haben es - ein Kahnbein; einen der wichtigsten Handwurzelknochen. So. Jetzt ist es raus. So viel Kahn war selten. Und wie kommt das Ganze? Zufall konnte es kaum sein, dass ausgerechnet Robert Enke, ein Nachfolger des Torwart-Titanen Oliver Kahn, sich das Kahnbein bricht. Enkes Kahnbein. Was für eine fürchterliche Torwart-Ironie. Torhüter haben Kahnbeine. Jetzt werden natürlich Anatomiker, Fachleute und Ärzte müde lächeln, denn Kahnbeine haben wir alle. WIR ALLE?! Jo. Enkes wichtigstes Arbeitsgerät ist kaputt - die linke Hand. Hände sind für Torhüter wie das Salz für Köche, der Kopf für Philosophen, die Tastatur für Schreiber. Jetzt ist Enkes Tastatur gebrochen. Er wird acht Wochen nicht torhütern können, sagen Fachleute. Chirurgen wissen das, weil sie viel mit kaputten Händen zu tun haben und das Kahnbein kennen, das tückische. Vorerst mit maladem Kahnbein: Robert Enke Kahn lebt also in Enke fort; tückisch und nachtragend. Nicht, dass wir das geahnt hätten, dass Kahn aus der Geschichte zurückschlägt. So viel kann er noch; er tut es hinterrücks. Es klingt wirklich wie ein schlechter Torwartwitz, diese Verletzung. So humorlos wie Kahn selbst auf dem Platz immer gewesen ist. Peinlicher kann sich ein Torhüter also nicht verletzen - am Kahnbein, jedenfalls in Deutschland. Peinlich für Enke zudem: Der kleinste aller Nationalspieler - Philipp Lahm - hat dem Torhüter mit einem satten Torschuss im Training die Hand lädiert. Friendly Fire sozusagen. Na ja, passt irgendwie zum Kahnbein. |
Kalender
SucheKategorienBlog abonnierenVerwaltung des Blogs |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
