Blogs werden zunehmend wahrgenommen; und das insbesondere auf den Medienseiten der Tageszeitungen. Hier findet offenkundig ein Umdenken statt. Blogs werden ernst genommen; auch als Konkurrenz zu herkömmlichen Medien. In der Frankfurter Rundschau gibt es seit der Umstellung auf das so genannte
Tabloid-Format eine Seite, auf welcher Beiträge des Zeitungs-eigenen Blogs erscheinen. Das dürfte zwar nicht den Sinn von Blogs treffen, ziel aber auf die noch recht neue Art der Kommunikation.
Jüngstes Beispiel der Medienberichterstattung über Blogs bot die "Berliner Zeitung" in ihrer Ausgabe vom vorigen Freitag. Hier führen sie ein Interiew mit dem meistgelesenen Blogger Deutschlands, Robert Basic mit seiner Webseite
www.basicthinking.de
Basic hat damit den bislang meistgelesenen Blogger und Medienjournalisten
Stefan Niggemeier und das von Niggemeier mitverantwortete
bildblog abgelöst.
Erstaunen darf das nicht, denn irgendwann musste es einen neuen Spitzenreiter in der Rangliste geben. Erstaunen muss hingegen die Feststellung, dass Basic mit seinem Blog sein Geld verdient, wie er der "Berliner" verriet. Natürlich sind 10000 Leser werberelevant. Doch noch fließt eher spärliches Geld für Werbebanner im Internet. Daran ändern steigende Leserzahlen nur zäh etwas.
Doch die Tatsache, dass in Blogs mit Werbung Geld verdient werden kann, von dem man lebt, bedeutet eine neue Qualität. Der Zusammenhang von steigenden Leserzahlen und Aufmerksamkeit für die werbetreibende Wirtschaft erhebt die Blogs in den Rang von ernst zu nehmenden Medien.
Noch verhalten sich die Blogs selbst recht zögerlich; auch weil es unter den Bloggern als ungeschriebenes Gesetz gilt, mit den eigenen Gedanken nicht zu wirtschaften. Nur wird dieser Trend hin zu mehr kommerziellem Denken kaum aufzuhalten sein. Und hier beginnt die spannende Konkurrenz zu den klassischen Medien. Das können dann auch Blogger kaum ignoriern, sondern für sich nutzen; so wie Robert Basic.