Schon als Kinder verbrachten der Italiener Enzo Molinari (Jean Reno) und der Franzose Jacques Mayol (Jean-Marc Barr) ihre Zeit am liebsten mit Tauchen vor den griechischen Inseln. Ihre Begeisterung und ihre Freundschaft riss 20 Jahre lang nicht ab. Nun ist Enzo Weltmeister im Tiefseetauchen ohne Sauerstoffgerät und Freund Jacques würde ihm den Titel gerne abjagen.
Bei den Weltmeisterschaften auf Sizilien geht es allerdings um mehr. Beide sind an der attraktiven Blondine Johanna Cross (Rosanna Arquette) interessiert und wollen ihr durch einen Sieg imponieren. Noch "gehört" die Dame Jacques, aber Enzo - von Reno als selbstbewusster 17facher italienischer Weltmeister im Tieftauchen ohne Gerät genial und humorhaft gespielt - würde das gerne schnellstmöglich ändern. Die beiden Freunde versuchen sich gegenseitig zu überbieten - und eine Tragödie scheint programmiert.
In ausschweifenden Bildern versucht Regisseur Luc Besson (Taxi, Taxi, Leon, der Profi) vor allem die Schönheit des Meers darzustellen. Das gelingt ihm! Allerdings trägt dies alleine keine zwei Stunden Film. Leider ist das Drehbuch ein wenig schlapp geraten, und auch die beiden Hauptdarsteller überzeugen nicht unbedingt. So kann "Im Rausch der Tiefe" eine Stunde lang faszinieren - danach stellt sich bei den meisten Nicht-Tauchern cineastische Atemnot ein.
Ohne eine persönliche Erfahrung hätte es den Regisseur Besson und damit diesen Film gar nicht gegeben. Denn als 17-Jähriger erlitt der extrovertierte Filmemacher einen Tauchunfall - die Eltern betrieben eine Tauschule. So wurde Besson doch nicht Meeresbiologe sondern setzte sich glücklicherweise auf den Regiestuhl.