Aufgetaucht in der
Berliner Zeitung von heute, 11. Dezember: Da heißt es im Vermischten zu Angelina Jolie & Brad Pitt Bezug nehmend auf die Samstagausgabe der
südafrikanischen Zeitung :
"Das Hollywood-Traumpaar plant nach Informationen des "Südafrikanischen Star" zu Weihnachten eine Hochzeit in der Nähe von Johannesburg. Wie die Zeitung am Sonnabend auf ihrer Titelseite berichtet, habe die US-Talkmasterin Oprah Winfrey das Paar auf einen kleinen Ort Henley-on-Klip aufmerksam gemacht, wo diese eine Schule für talentierte, aber bedürftige Mädchen eröffnet hat."

Soweit ja ganz fein und nett. Aber dann der letzte Satz in der Meldung der "Berliner Zeitung"- ein Hammer, der für Seminare wie geschaffen ist: "Eine offizielle Bestätigung für das Gerücht gibt es nicht."
Ah ja! Man verbreitet Gerüchte statt Tatsachen. Welch neue Ausrichtung in der Nachrichtenproduktion einer Tageszeitung. Und dann soll jemand das Gerücht bestätigen und auch noch ein Offizieller. Dann wäre es wohl ein offizielles Gerücht, oder wie oder was? Natürlich gibt es für Gerüchte keine Bestätigung, sonst wären es ja kein Gerüchte mehr. Dann bestände Klarheit und kein Halbwissen. Schön wäre es jedoch, wenn wenigstens dieser sprachliche Unfug rechtzeitig erkannt und nicht gedruckt würde.
Zur Ehrenrettung gereicht den "Berlinern" dabei kaum, dass die Quelle ihrer Meldung die Deutsche Presseagentur (dpa) ist. Wenn diese Nachrichtenquelle als ständiger Quell von Fehlern schon Unfug verbreitet, dann sollte der wenigstens redigiert werden, bevor er in Druck geht.
Man darf also kaum auf Besserung hoffen, denn immer häufiger geraten die so genannten Society-Seiten bei Tageszeitungen in die Hände von Volontären und Praktikanten, und die brauchen ja bekanntlich noch reichlich Seminare.