Auf den Hund sind sie gekommen; die Holländer. Besonders nach der 1:3-Niederlage im Euro-008-Viertelfinale gegen Russland. Holland huppt nicht mehr. Man trauert. Dabei hatten sie recht vielseitigen Beistand; nicht nur die Zürcher, in der Merhrheit schon Schweizer, drückten ganz in Oranje behemd die Daumen, bangten mit ihren Fußball-Holländern. Und das zunehmend nicht allein.
Auch manches kläffende Mitbringesel durfte sich dem Frauchen-Herrchen- Dress-Code nicht entziehen. Wie dieser Jack Russel Terrier. Der junge, agile Hund - passend bei der Jagd zu Pferde - war also in Fankluft erschienen. Mich erinnern die Fans der Oranjes immer ein bisschen an so manchen Schalker, der in weiß-blauer Bettwäsche schläft, von weißblauen Frühstücksbrettchen isst und die Häuschen ihrer Hunde in weißblau angemalt haben.
Unser aktueller Holland-Hund bekam wenig zu sehen am Nicht-UEFA-Public-Viewing Platz
"Letten" in Zürich. Vielleicht lag daran auch jene Teilnahmslosigkeit, welche schließlich die Holländer im entfernten Basel während der Verlängerung ergriffen hatte. Man ließ sich anstecken vom eigenen Maskottchen-Hund. Da der nunmal keine freie Sicht durch die Menschen-Alpen hatte, konnte er seine Mannschaft nicht anfeuern und deshalb hat Holland auch verloren und muss jetzt leben wie ein Hund und ganz klein wie der Holland-Hund anfangen.