Sonntag, 30. November 2008Außer Köche 7
Was heute im TV nicht fehlt:
ARD, 20 Uhr 15 bis 22 Uhr: Mogadischu (Deutschland, 2008) Heute mal kein Tatort im Ersten. Stattdessen ein Film, dessen Titel wie eine offene Wunde im Gedächtnis der alten Bundesrepublik Deutschland wirkt - Mogadischu. Am 13. Oktober 1977 bringen vier palästinensische Terroristen die Lufthansa-Maschine namanes Landshut auf ihrem planmäßigen Flug von Mallorca nach Frankfurt/Main unter ihre Kontrolle. Anders als bei der Entführung des Berliner CDU-Politikers Peter Lorenz geht Bundeskanzler Helmut Schmidt nicht auf die Forderung der Geiselnehmer nach Freilassung inhaftierter RAF-Terroristen ein. Die Folge: Das Flugzeug wird von der Elite-Truppe GSG 9 befreit, in Stuttgart-Stammheim bringen sich RAF-Täter um und Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer wird von den Terroristen der so genannten zweiten RAF-Generation nach wochenlanger Entführung erschossen. PS: Danke Thilo! Freitag, 28. November 2008Außer Köche 6
Was heute nicht fehlt im TV:
Arte, 21 Uhr bis 22 Uhr 30: Kronprinzessin (Schweden 2008) Ein Schweden-Thriller im Kinoformat: Die Umweltaktivistin Charlotte Ekeblad, Mitte 30, verheiratet und Mutter zweier Kinder, fällt aus allen Wolken: Sie soll Umweltministerin in der schwedischen Regierung werden. Schon bald befindet sie sich in einem Netz von politischen Intrigen, das sie immer mehr von ihrem Mann entfremdet. Charlotte muss sich entscheiden: zwischen einem Leben für ihre Familie und einem Leben für die Politik. Regisseurin Kathrine Windfeld inszeniert nicht nur das Berufsleben ihrer Hauptperson, sondern dringt tief in die Privatsphäre ein, die sich immer verworrener entwickelt. Teil 2 folgt gleich im Anschluss um 22 Uhr 30. Donnerstag, 27. November 2008Außer Köche 5
Was heute im TV nicht fehlt:
ZDF, 18 Uhr 50 bis 23 Uhr: ZDF Sport extra: Fußball-UEFA-Pokal: FC Schalke 04 - Manchester City und Hamburger SV - Ajax Amsterdam Und wieder ein bisschen Fußball, denn heute ist Verlierer-Cup-Tag beim ZDF. Dauerlaufen über den Rasen - über vier Stunden lang. Es kann eigentlich nur besser werden alsmit Werder Bremen gestern, die gerade noch so 2:2 in Famagusta gespielt haben und jetzt allerhöcshtens noch in den UEFA-Pokal rutschen können. Da würden sie dann Schalke oder den HSV wiedersehen, wenn die beiden heute Abend in ihren Gruppenspielen mal Heimsiege feiern würden. Vor Jahren hätte ein Name wie Manchester City kaum Schrecken verbreitet; heute schon. Aufgepumpt von den Millionen durch wechselndes Besitzertum - 2007 erwarb der umstrittene ehemalige Premierminister Thailands Thaksin Shinawatra die Hauptanteile am Verein. Im September 2008 verkaufte dieser seine Anteile wieder an ein Investmentunternehmen aus dem Scheichtum Abu Dhabi für gut 185 Millionen Euro. Jetzt rennen sie für die Ölscheichs, was ihnen jedoch eher übel aufstößt - Platz 11 in der englischen Premier League. 3sat, 20 Uhr 15 bis 21 Uhr: Vom Wort zur Wissenschaft - Die Dominikaner (4. Teil der Dokumentationsreihe: Te Deum - Himmel auf Erden) Geschichtsstunde, wie in der Schule eine dreiviertel Stunde lang. Anfang des 13. Jahrhunderts brodelt es in Europa: Geistige und weltliche Macht bekämpfen einander, Glaubensstreitigkeiten durchziehen Europa. Häresie bedroht die Kirche. Katharer und Waldenser haben großen Zulauf, während die Kirche um Bestandssicherung kämpft. In diese Zeit hinein werden die Dominikaner gegründet, die Bekämpfung der Häresie ist ihre Aufgabe. Dort, wo andere versagt haben, sollen sie das Kreuz neu aufrichten. Der ergreifend predigende Dominikus, geboren als Domingo de Guzmán (um 1170 bis 1221), machte es sich zur Lebensaufgabe, die Abtrünnigen für Rom zurückzugewinnen. Mittwoch, 26. November 2008Spocht-Spiegel 11/2008Was wird nur aus dem Fußball? Ein Debattierklub von Lieblingsfeinden offenbar. Denn immer häufiger prallen Trainer und so gerufene Führungsspieler medienwirksam aufeinander. Heraus kommt ein dicker Klumpen Streit und wenig Kultur. Von der Dauerfeindschaft zwischen Michael Ballack und Bundestrainer Joachim Jogi Löw wissen wir spätestens seit den Tagen der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz im Juni. Als damals nach der Vorrundenniederlage gegen Kroatien (1:2) der Jogi seinen Löwen frei gab, wunderte das Ballack öffentlich und laut. Der wollte nämlich eine Aussprache ob der schwachen Leistung und schiweirigen Lage im Juni. Dann der Eklat des Kapitäns mit dem Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien. Ballack wollte nicht in die Fankurve laufen und sich trotz der Niederlage bei den Fans bedanken. Seitdem gilt das Binnenverhältnis von Ballack zu seinen unmittelbaren DFB-Vorgesetzten als schwierig, ja unkittbar. Denn eigentlich hatten sich Ballack und Löw, nachdem der Görlitzer sich im Streit zwischen Torsten Frings und dem Bundestrainer auf die Seite seines Mittefeldkollegen aus Bremen schlug, ausgesprochen. Man wolle nicht mehr erst in der Öfentlichkeit übereinander diskutieren, sondern erst untereinander. Punkt. Nun aber hatte Ballack am Wochenende in einem Premiere-Interview seine Vorgehensweise in der Löw-Auseinandersetzung verteidigt. Viele Beobachter sehen darin einen Verstoß gegen das Friedensabkommen mit Löw. Ist der Waffenstillstand einseitig gebrochen worden? Der allmächtige Kaiser, genannt Franz Beckenbauer, forderte jetzt in einem Machtwort in der Machtzeitung "Bild" "RUUUUUHHHEEEE!!!". Er warne, wie der Tagesspiegel heute schreibt, vor einer "unendlichen Geschichte". In dem "abgehakten Streit" hätte, schreibt der Tagesspiegel weiter, neue Diskussionen provoziert. Ja und? Ballack hat nur noch einmal seine Motivation deutlich gemacht, warum er so handelte wie er gehandetl hat. Und das hatte er vorher Löw erklärt und jetzt der Öffentichkeit. Also hielt der den zwicshen ihm und Löw vereinbaten Dienstweg ein; nur der Kaiser erkennt das nicht. Dann muss es ihm einer sagen. Fragt sich nur, wer sich traut? Torsten Frings vielleicht? Und nochwas: Wer hakt eigentlich irgendeinen Streit ab, wo es keinen gab? Ach ja, der Kaiser. Gut, dass wir einen haben. Hertha BSC brauchte auch einen. So einen Basta-Kaiser. Seit Monaten schwelt der Dauer-Zoff zwsichen Marko Pantelic und Trainer Lucien Favre, einem schweizerischen Feingeist mit Hang zur Grobkörnigkeit in der zwischenmenschlichen Behandlung. Den Hertha-Torjäger (100 Bundesligaspiele/41 Tore) hatte er zuletzt auf die Ersatzbank verbannt und andere stürmen lassen. Favre darf das. Warum er das macht, hat er seinem Pantelic nicht erklärt. Deshalb schmollt der, lässt seinen Anwalt im "Berliner Kurier" sagen, Favre mobbe Pantelic, den Serben, der auch Nationalspieler seines Landes ist. Schon kurz nach seinem Arbeitsbeginn im Juni 2007 hatte Favre, der frankofoner Schweizer ist, verlauten lassen, er könne mit Pantelic nicht viel anfangen. Und hier beginnt das Mobbing schon; im Sommer 2007. Warum spricht er dann nicht offen aus, dass er mit Pantelic nicht kann? Das wäre fair und kein Mobbing, sondern eine Meinugnsäußerung unter Männern. Sind das jetzt keine Männer mehr? Ach ja, die sollen ja aussterben. Offenbar läuft das Aussterben schon. Im Berliner Kurier zählen sie schon die Tage von Pantelic bis zu dessen Vertragsende dort kommenden Sommer herunter. Noch 216 - Countdown in Berlin. Fragt sich nur, wer als nächster hochgeht. Übrigens: In der "Bild" schlägt man sich - zumindest mit der Schlagzeile - auf die Favre-Seite. So sind die Schützengräben also abgesteckt. Einer ist ja im Dauerhoch: Lukas Podolski. Von seinem einstigen WM-Mentor Jürgen Klinsmann nun auf der Bayern-Bank eingesetzt. Es heißt nur noch "Er nervt". Dieses Verhältnis gilt also auch als gestört, vielleicht unkittbar. Und unlösbar. Denn man meldete aus Köln: Winter-Transfer abgesagt. Podolski muss bleiben - sitzen bleiben. In München. Gute Besserung. Mittwoch, 26. November 2008Außer Köche 4Was heute im TV nicht fehlt: Sat.1, 20 Uhr 15 bis 23 Uhr 15: Champions TV Anorthosis Famagusta - Werder Bremen Heute mal was für Fußball-Freaks. Aber was für die, die die Bezahl-Applaus-Maschine Premiere boykottieren und nicht ganz auf die Champions League verzichten wollen. Sat.1 maht's möglich. Heute Abend darf Werder Bremen auf die Insel: Sie müssen auf Zypern beim dortigen Meister Anorthosis Famagusta ihren Strohhalm ergreifen und gewinnen, weil sie als Tabellenletzter der Vorrunden-Gruppe B sogar hinter dem heutigen Kontrahenten stehen. Anders als mit einem Sieg haben sie keine Chance mehr auf eine nächste Runde in der Geldliga. Im Hinspiel konnten die Bremer nicht mal gewinnen - 0:0. Das verspricht zumindest für heute Abend ein bisschen Spannung. Dienstag, 25. November 2008Spocht-Spiegel 10/2008Einer muss gehen, der andere will gehen. Wie dicht Armin Veh und Lukas Podolski beieinander liegen, zeigt, dass niemand so richtig glücklich ist. Der eine (Veh) wurde wegen Erfolglosigkeit als Trainer des VfB Stuttgart entlassen. 2007 war er noch der Motivator für die jungen Wilden der Schwaben und wurde mit ihnen Deutscher Fußball-Meister. Hernach begann der Absturz. Vorläufig sind sie auf Paltz 11 der Bundesliga hart aufgeschlagen. Alles andere mechanisiert die Branche seit ihrer Gründung selbst - Rauswurf. Im Berliner Tagesspiegel findet man einen Anlass, das noch einmal zu resümieren. Wie einen langen Schatten gäbe es den "Fluch der Meisterschaft". Der Autor findet, es sei logisch, dass Veh rausflog - "leider", wie er schriftlich seufzt. Der andere (Podolski), ein deutsch-polnisch Hin-und-Hergerissener, will den FC Bayern München verlassen. Seinen Stammplatz hat der Jungnationalspieler - jung wegen seines Alters von 23 Jahren, nicht wegen seiner 60 Länderspiele - auf der Ersatzbank. Luca Toni und Miroslav Klose haben einen gehörigen Vorsprung in der Gunst von Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann. Die Berliner Zeitung findet in ihrer heutigen Ausgabe: "Er nervt" - nicht Klinsmann, nein Poldi. Ja. Das nervt. Ist der jetzt schon bei den Bayern und immer noch unzufrieden. Das muss man dann erstmal hinkriegen. Dienstag, 25. November 2008Außer Köche 3
Was heute nicht fehlt im TV:
Arte, 21 Uhr bis 21 Uhr 55: Männer vom Aussterben bedroht Au-TV? Müssen Männer aussterben? Sie müssen nicht; aber Arte behauptet mit seiner Doku, sie werden. Die Reich-Ranickis dieser Welt verschwinden also. Warum? Klimawandel? Na ja, Arte zeigt, dass das nicht so abwegig ist. Im Gegenteil: Einer der Forscher sagt: "Die Probleme des männlichen Fortpflanzungsapparates sind heute ebenso ernst zu nehmen wie die Weltklimaveränderung." Neu? Vielleicht. Aber so inszeniert, wie in diesem Film von Sylvain Gilman und Thierry de Lestrade, die Regisseure des Films, hat das Thema noch niemand zuvor. Weshalb der Streifen entstand, sagen sie hier. Sonntag, 23. November 2008Poesie der Woche 1
Von Oskar Pastior: Sonntag, 23. November 2008Außer Köche 2Was heute im TV nicht fehlt: ARD, 20 Uhr 15 bis 21 Uhr 45: Tatort - Häschen in der Grube Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr und sein Kollege Kriminalhauptkommissar Ivo Batic ermitteln mal wieder in München. Hier gibt's den Trailer zu diesem aktuellen Tatort. Freitag, 21. November 2008Außer Köche
Was heute im TV nicht fehlt:
Arte, 21 Uhr bis 22 Uhr 25: Die zweite Frau (Drama, D 2008) "Es gibt für alles einen Markt", weiß die resolute Mama (Monica Bleibtreu) und schickt ihren Sohn Erwin (Matthias Brandt), zur Heiratsagentur nach Bukarest. Und siehe da: Erwin kehrt mit einer hübschen jungen Rumänin auf seine Tankstelle in der Provinz zurück. In einer dreiwöchigen "Probezeit" muss sich Irina (Maria Popistasu) nun an der Seite eines 41-jährigen, lebensuntüchtigen Muttersöhnchens einleben, das nur Augen für seine Zierfische hat. Dabei setzt die 'zweite Frau' allmählich etwas in Erwin in Gang, das ihn zum Mann reifen lässt... Das tragikomische, manchmal überzogene Liebes- und Reifedrama (Regie: Hans Steinbichler) ist schön fotografiert (Kamera: Christian Rein) und wird von drei tollen Stars getragen. Aufsteigerin Maria Popistasu wurde 2005 für "Sex Traffic" preisgekrönt. Also ansehen, wenn's nix im Kino gibt! |
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