Montag, 26. November 2007
Ballbieger Geschrieben von Cujau
in Die kleine Alltagsweisheit um
11:01
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"Er biegt irgendwie den Ball." (Victoria Beckham über den Beruf ihres Mannes David Beckham)
Mittwoch, 21. November 2007In eigener Sache
Ich versteigere ein wirklich gutes Bett. Ich habe es viel zu wenig benutzt.
Bei eBay ist es seit heute verfügbar zu den üblichen Bedingungen: 3,2,1, meins ...! Die Versteigerung endet am 28. November um 20 Uhr 49 und 7 Sekunden. Also dann, viel Spaß beim Bieten! Sonntag, 18. November 2007Broders Blutgrätsche
Es gibt ihn, den geistreichen Weg, sich gegen ungebetene Rechnungen zu wehren. Henryk M. Broder, ein Schreiber des Spiegel, zeigt in einem deftigen Antwortschreiben, wie das gehen kann. Eine wahre, rhetorisch-brodersche Blutgrätsche.
Viel Spaß beim Lesen. Sonntag, 18. November 2007November-Winter
Es ist Winter, Wer es nicht glaubt, der fahre in den Thüringer Wald, so wie ich das an diesem Wochenende erlebt habe. Auf dem Rennsteig rund um Oberhof lag der Wald tief verschneit. Mitte November verbreitete sich eine Atmosphäre wie zu Weihnachten und beste Bedingungen fürs Skifahren.
Nicht jede Hütte hatte sich darauf eingestellt. Die Suhler Hütte am Rennsteig hatte geschlossen. Freitag, 16. November 2007
Abenteuer auf dem Schienenstrang Folge 2 Geschrieben von Cujau
in Der Tag um
20:03
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Los ging die Reise nach von Berlin nach Suhl am Frei-oder besser Streiktag mit der Deutschen Bahn noch recht vielversprechend. Pünktlich fuhr der Regionalexpress am Berliner Hauptbahnhof um 9 Uhr 17 in Richtung Wittenberg. Dort kamen wir auf unserer ersten Etappe auch pünktlich um 10 Uhr 28 an. Sollte etwa alles klappen? Kaum zu glauben, wenn schon ohne Streiks viel holpert statt fährt.
Doch dann die unschöne Überraschung: Unser Anschlusszug, der lauf Notfahrplan fahren sollte, fuhr nicht. Die Regionalbahn von Wittenberg nach Leipzig gab es nicht; vielmehr im Reisezentrum Wittenbergs im dortigen Bahnhofsgebäude die Auskunft, wir müssten jetzt mit dem Bus nach Bitterfeld, dort umsteigen in den zweiten Bus, der uns nach Leipzig brignen sollte. Gegen 15 Uhr 7 wären wir dann am Leipziger Hauptbahnhof; also fast fünf Stunden von Wittenberg nach Leipzig. Von Weiterfahrt keine Spur; allerhöchstens von Irreführung. Zufällig unterhielt ich mich dann noch mit zwei Bahn-Damen außerhalb des Reisecentrumschalters im Wittenberger Bahnhof. Die sagten mir, wir sollten auf den ICE warten, der hier um 12 Uhr 36 abfährt, der sei eine halbe Stunde später in Leipzig. Durchatmen; nicht fünf Stunden, sondern nur zweieinhalb bis Leipzig, wovon wir eine und eine dreiviertel Stunde in Wittenberg verbrachten. Weshalb bekommen wir von der Bahn aber erst umnständliche Busverbindungen mitgeteilt statt dieser einfachen ICE-Verbindung? Man wollte uns ernsthaft mit den Bummelbussen über dei Dörfer schicken. Kleiner Standtrundgang dank des Duos Schell/Mehdorn. Ich war das letzte Mal so um 1983 in Wittenberg; Lutters Pfarrkirche wie dereinst. Angenehm empfangen hat uns die Stadt dennoch nicht; nasskalt, Nieselschnee. In der Kneipe namens "Wittenberger Bierstube", in die sich nur Touristen wie wir verirren und Einheimeische sie meiden, tranken wir ein kleines Bier (1,30 Euro). Neben uns hielten sich vier Männer an ihren Bieren fest, jeder für sich im Halbdunkel dieses Vormittags. So sieht Hartz VI aus; untermalt mit finterem Novemberwetter. Dicke, gelbe Luft, das braune Mobiliar aus verschollenen Zeiten. Niemand redete ein Wort; außer ich und mein Begleiter Thorsten. Auf dem Klosett hieß der Drucktaster für die Spülung Schell. So viel Zufall klappt dann auch noch an so einem Tag. Der ICE fuhr dann beinahe pünktlich bis Leipzig. Schließlich entschlossen wir uns, bis Saaalfeld weiterzufahren und uns dort abholen zu lassen. Gegen dreiviertel drei waren wir über Jena in Saalfeld angekommen. Unser gemeinsamer Freund, denwir in Suhl besuchen wollten, holte uns von dort mit seinem Auto ab; er war dafür 70 Kilometer quer durch den Thüringer Wald gefahren und dabei viel im Baustellenstau gestanden. Alltag im Bahnstreik. Danke an das Doppel Schell/Mehrdorn. Freitag, 16. November 2007
Abenteuer auf dem Schienenstrang Geschrieben von Cujau
in Der Tag um
07:54
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Wie Mark Twain einst werde ich heute mein A benteuer auf dem Schienenstrang erleben. Denn es ist Bahn-Streik, ich will von Berlin nach Suhl, und mein Zug von Berlin Hauptbahnhof, für den ich eine Fahrkarte (Sparpreis 50) habe, fällt aus.
Twain hatte seine Abenteurer auf Güterwaggons durch den Wilden Westen transportiert, unbequem, rüttelnd, fern der 1. Klasse. Mich rüttelt es heute durch den wilden Osten, denn dort wirkt sich der Streik am heftigsten aus; bis 70 Prozent aller Züge fallen aus. Mal sehen, auf welchem Güterwaggon wir in Suhl ankommen. Aber nicht zu viel meckern; zwischendurch darf ich sogar ICE fahren, was ursprünglich nicht vorgesehen war, dank des Chaosduos Mehdorn/Schell. Weiter so! Für mich gilt heute das Gleiche. Statt IC gehts erst mit dem Regionalexpress los; immerhin Express. Bis nach Wittenberg; von da aus weiter mit der Regionalbahn - kling noch langsamer als Regionalexpress - nach Leipzig. Dort soll ein ICE nach Erfurt fahren. Sollte, womit nicht zu rechnen ist, alles nach Notfahrplan laufen, sind wir gegen viertel zwei in Thüringen. Dann geht es eine halbe Stunde später weiter mit der Südthüringen-Bahn nach Suhl. Wie gesagt, wenn alles notfahrplanmäßig läuft. Nicht ganz fünfeinhalb Stunden soll das dauern. Los geht es 9 Uhr 17; unsere Ankunft ist für 14 Uhr 38 vorgesehen. Immer noch schneller als zu Zeiten der Deutschen Reichsbahn in der DDR. Da durfte eine Reise von Berlin, Hauptstadt der DDR, in die Bezirkshauptstadt Suhl gern einen halben Tag und länger dauern. Dank Schell/Mehdorn erinnere ich mich an solch nostalgische Reisen. Lieber Herr Mehdorn, lieber Herr Schell, ich danke Euch wirklich für dieses Abtenteuer! Mittwoch, 14. November 2007
Blog im Nirvana Geschrieben von Cujau
in Cujau - In eigener Sache um
23:11
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Dieser Tag hatte es in sich. Sein Ende war so nicht vorhersehbar. Denn alles, was ich seit gut sieben bis acht Monaten in diesen Blog geschrieben hatte, schien verloren.
Auslöser war ein Absturz, der meine Webseite ins Nirvana der Datenwelt befördert hatte. Wie das ging? Ich habe keine Ahnung. Aber muss ich das haben? Ich muss ja auch als Zeitungsredakteur nicht wissen, wie ein Redaktionssystem funktioniert, ich bin nur abhängig davon, dass es funktioniert. Anderenfalls erscheint keine Zeitung; nur ist das dann kaum mein Problem. Anders meine Webseite: Sie ist meinProblem So auch meine Webseite. Vor einiger Zeit sagte mir ein Mitarbeiter meines Domainverwalter Domainfactory, dass meine Datenbank "unsicher" sei und ich deshalb auch öfter mal ein Backup davon machen sollte. Nun gut; er erläuterte mir, wie das geht. Es ging recht schnell und einfach. Fortan habe ich nach jedem Eintrag ein kleines Backup auf meinem Rechner geparkt. Alles schien im Lot; ich schien auf der Höhe des Internets angekommen zu sein. HA! Gestern nun am späten Abend flüchtete meine Webseite. Weg. Kein Inhalt. Nichts. Hm. Gut, dachte ich. Ich nehme das Backup und spiele es drauf. Doch ach, ich werde statt mit meiner Webseite mit einer Fehlermeldung beglückt. Zweimal habe ich es noch versucht. Immer das gleiche Ergebnis. Also schrieb ich eine E-Mail an Domainfactory. Die würden schon helfen. Taten sie auch. Mit einem für mich unfreakigen Internetprogrammierlaien. Sehr geehrter Herr, Ich musste das freundliche Angebot umgehend annehmen, denn ich verstand nichts. Sie hatten also mein Dump überprüft, eine Zeile entdeckt, die nicht dortrein gehört (weiß der Kuckuck, wie die dahin kam), dann festgestellt, ich hätte keine nötigen Rechte und sollte etwas "auskommentieren". Jo! Wo sollte ich welche Zeile löschen und wo durch welche ersetzen? Ich rief bei der Hotline an. Dort meldete sich jemand, den ich offenbar aus seinem zu zähen Kaffee gezogen hatte, in dem er Stunden zuvor eingeschlafen zu sein schien. Es dauerte eine gefühlte Minute, bis er seine Firma und seinen Namen durchs Telefon mitgeteilt hatte. Ich erklärte ihm nach bester Kenntnis, was passiert war. Er stellte die unsinnige Frage, welche Datenbank mir denn verloren gegangen war. Na meine, wessen sonst. Ich merkte schnell, das ist ein Freak, der am anderen Ende der Leitung jemanden erwartete, der den vollen Durchblick beim Programmieren von Webseiten hat. Habe ich aber nicht, werde ich nie haben und will ich auchg nie haben. Wozu gibt es schließlich Hotlines? Ich hasse diese vermeintlichen anhnungsstrotzenden Hinweise. Ignorierend, dass da draußen Menschen sitzen, die derlei Terminologie in der Mehrheit noch nie gehört haben. Also bat ich darum, den Mann von der Technik, der mir auf meine Mail geantwortet hatte, zu sprechen. Entweder verstand er mich wirklich nicht, oder er verstand mich absichtlich nicht. Denn ich bekam dreimal nacheinander die Antwort ich solle eine E-Mail schreiben. Erst dann sagte er mir, die Techniker wären telefonisch nicht erreichbar. Auch die Bitte, dass mich jemand von dort zurückrufen sollte, wurde schroff mit dem E-Mail-Argument beseitigt. Fein. Kommunizieren wir, obwohl wir nicht miteinander kommunizieren. Sehr geehrter Herr König, Man bediente mich dann mit folgender Antwort: Sehr geehrter Herr, Der Rest schien kein Problem. Meine Webseite war binnen Minuten wieder da. Okay; alles drauf; nur bei genauerem Hinsehen fehlten alle Umlaute, die jetzt mit wirren Steuerzeichen ersetzt waren. Was blieb mir anderes übrig, als in mühseliger Kleinarbeit alles zu ersetzen. Nach dreieinhalb Stunden Arbeit war das erledigt. Bleibt die Frage: Warum speichert ein Backup nicht genau die Zeichen, die ich verwende, sondern zeichnet willkürliche Male in meine Seite? Wirres Nirvana. Um 22 Uhr war es vorbe und meine Webseite wiederhergestellt. Sonntag, 11. November 2007Samstag, 3. November 2007Freitag, 2. November 2007
Wo ist Lyssa? Nicht im Osten! Geschrieben von Cujau
in Gemeldet um
07:15
Kommentare (0) Trackbacks (0) Wo ist Lyssa? Nicht im Osten!
Seit dieser Woche wissen wir: es gibt ihn, den Westen. Jedenfalls meldet er sich unter seinem eigenen Namen: der Westen. So heißt ein Portal, welches der WAZ-Konzern gestartet hat. Hier wird klar, es handelt hier nicht vom Osten, man betont, man ist nicht der Osten, sondern tief im Wehesten, wie bei Grönemeyer. Und da sind wir doch alle froh, der Westen startet durch.
Zur Chefredakteurin hat der Medienmulti aus dem Westen eine Internetamazone installiert. Kathrin Borchert soll den schwerfälligen Zeitungskonzern zukunftsfähig machen. Man simuliert Zeitgeist mit ihr, weil sie vermeintlich weiß, wie das so geht. Denn Katharina Borchert kommt aus der Blogger-Szene. So viel Innovativität hätte man den WAZlern (Westdeutsche Allgemeine, Neue Ruhr/Neue Rheinzeitung, Westfälische Rundschau) gar nicht zugetraut. Borchert bloggt als Lyssa im Netz. Was offenkundig die WAZ-Herren so beeindruckt hat, dass sie die Bloggerin einstellten. Sie muss noch einige Kapzitäten frei gehabt haben. In einem Internet-Interview sagte sie im Juli 2006: "Lyssa ist keine Kunstfigur. Sie ist ein Teil von mir, aber eben nur ein kleiner Teil." Der größere gehört jetzt offenkundig dem WAZ-Konzern. Oder wie viel Zeit wird ihr - Lyssa - bleiben, um noch für andere zu schreiben? Beispielsweise dem Stadtportal Brainstorms!? Wo ist Lyssa? In jedem Fall im Westen und nicht im Osten! Jetzt internetten sie zusammen; die Lyssa und WAZ. "Wir wollen eine Heimatadresse im Internet sein", sagt Borchert im Medium-Magazin. Der Westen, fühlt er sich nicht mehr zu Hause in diesem Land? Hübsch Verleger-gestanzt klingt ihr Credo. Innovativ immerhin ist die Tatsache, dass der Westen alle Printtitel des WAZ-Konzerns bündelt und zu jedem Thema alle Beiträge der Blätter anbietet. Nun ja; so richtig neu ist das kaum. Also weiter: In einer Kartennavigation wird dargestellt, wo die einzelnen Beiträge spielen. Man kann dann auch herausfinden, was, wo am Abend so läuft - ein Angelhaken für Werbekunden. Die Medienkritik feierte das neue Portal schon mal als "neu und schlicht". Nur, so neu sieht es dann auf den zweiten Blick gar nicht aus. Die Navigation erinnert sogleich an die gängigen Platzhirsche; im besten Fall an Spiegel online. Oder? Wie innovativ ist so ein Plagiat? |
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