Ab heute gibt's Klaus Kinski wieder mal im Kino; diesmal mit dem Film "Jesus Christus der Erlöser". Der 20. November 1971 wird wieder massiv lebendig durch den Exzentriker der Kinowelt. Kinski wollte vor Publikum seine Version des Jesus Christus rezitierend darbieten. Das Publikum hatte einen Diskussions-Abend erwartet. Kinski lehnte das ab; ihm ging es um Theater im ureigenen Sinn des Wortes. Was folgte, war eine Pfiffe speiende Menge; ein Spektakel von kinskischem Ausmaß-Trauma; Regisseur Werner Herzog (Nosferatu, Fitzcarraldo, Mein liebster Feind) hätte seine helle Freude daran gehabt.
Diesen Film jedoch hat er, anders als viele andere mit Kinski, nicht zusammengestellt, sondern Regisseur Peter Geyer. Mithilfe aller verfügbaren Bild- und Tondokumente des Abends entstand erstmals ein so hautnaher Eindruck der Live-Situation und schafft damit das außergewöhnliche Zeugnis mit diesem Ausnahmemenschen - Jesus Christ Kinski. Hier erzählt Geyer, wie er auf die Idee zu dem Film kam, der heute in den Kinos - in Berlin im Cinema Paris (Berlin-Charlottenburg), im Kino International (Berlin-Mitte), im Kino Eiszeit (Berlin-Kreuzberg) - und in elf weiteren Kinos in Deutschland.