Am Ostkreuz rostet es. Das weiß der Berliner. Bis 2016 soll hier ein völlig neuer Bahnhof entstehen.
Ich kenne Ostkreuz mein ganzes Leben lang; hier stieg ich in die S-Bahn-Züge ein, um nach Rummelsburg oder Karlshorst zu gelangen; um zum Alexanderplatz oder bis zur Friedrichstraße zu fahren, um zum Bahnhof Zoo zu gelangen.
Ostkreuz von oben
Quelle: Google Maps
Ostkreuz, das sie irgendwann Rostkreuz tauften, ist das letzte lebendige Bahnmuseum Berlins mit dem Wasserturm als Wahrzeichen; mit S-Bahnen aus Norden, Süden, Osten, Westen, mit den Eisenbrücken, zusammengehalten von dicken Nieten, mit einem ersten Blick auf den Fernsehturm.
"Laura Geiger und Tom Kretschmer haben", so findet das Hauptstadtblog, "eine wunderbare Dokumentation über das Ostkreuz gedreht, die mit gefühlvoller Musik die besondere Stimmung an diesem Bahnhof einfängt." Sie ist achteinhalb krzweilige Minuten lang. Bei "netzturbine" kullern teilweise dicke Tränen über das Verschwinden von so viel Charme und kuschliger Vergangenheit bis zu den "Punks in der Sonntagstraße". Deshalb gibt's jetzt auch hier den Film mit viel Rostcharme und viel Quietsch-Musik:
Wie das neue Ostkreuz ohne Rost mal aussehen soll, darf hier schon mal betrachtet werden. Ein Fotoalbum über (R)Ostkreuz gibt's beim Ostkreuz-Guide.